Wer kann schon von sich behaupten, seinen Traumberuf gefunden zu haben und seine Erfüllung zu leben? Ich gehöre jedenfalls nicht zu diesen Glücklichen. Deshalb hat mich ein Zitat ganz besonders berührt:

„Der wahre Beruf eines Menschen ist zu sich selbst zu kommen.“ (Hermann Hesse)

Wie kann man wissen, was man sein möchte, wenn man noch gar nicht weiß, wer man eigentlich ist?
Das Studium „Angewandtes Wissensmanagement“ hat eine besondere Bedeutung für mich, denn ich möchte mich mithilfe des Studiums selbst finden. 2.0 bietet mir hoffentlich das geeignete Werkzeug, um mir selbst auf die Sprünge zu helfen, denn das in den letzten dreiJahrzehnten gesammelte Wissen will schließlich gesucht, reflektiert und  geteilt werden (siehe SEEK-SENSE-SHARE Prinzip nach Harold Jarche).

Ich bin seit fast 20 Jahren in der Marketing-Branche tätig. Abgesehen vom beruflichen Kontext war das Thema Social Media und e-Tools bisher ein rotes Tuch für mich. Man könnte es mit den Phasen des technologischen Wandels vergleichen (Angst, Abwehr, Adaption). Ich befinde mich gerade im Übergang von der Phase der Abwehr zur Adaption. Auch wenn wahrscheinlich kein Digital Native mehr aus mir wird, so dient mir das Studium zur Horizonterweiterung. Ich möchte meine Komfortzone verlassen und mich auf Neuland begeben. Aber erst wenn man den ersten Schritt tut, kann Veränderung passieren. Deshalb sehe ich das Studium als neue Chance für mich und hoffe, dass es mich in meinem Neuorientierungs-Prozess unterstützt.

„Tiefe Seelenrufe hört man nicht, wenn man in Arbeit ertrinkt. Man muss Stille und Leere zulassen und Raum schaffen, für das, was kommen will.“ (Barbara Pachl-Eberhart in Welt der Frau, Ausgabe 12/2017)

Gut Ding braucht eben nicht nur Weile, sondern auch Stille. Also Schluss für heute. 😉